Pieroth Immobilien & Hausverwaltung e.K. seit 1995

IS24 Umfrage am 09.04.2014 Sehen Sie eine Alternative zum Bestellerprinzip? Welchen Vorschlag würden Sie in die Gesetzgebung einbringen wollen?

Schon alleine die Bezeichnung "Bestellerprinzip" ist völlig falsch gewählt und beweist wieder einmal mehr, dass sich die Herren Politiker (und die Medien) überhaupt nicht mit der Sachlage beschäftigt haben, sondern nur Ablenkungsmanöver fahren um von der verfehlten Wohnungspolitik abzulenken! Besteller sind auch immer die Mieter: Sie bestellen Exposés, Informationen, Besichtigungstermine, Mietverträge, etc. Auch wenn Vermieter künftig die Provision zahlen müssen, was Sie in sehr vielen Gegenden ohnehin bereits tun, wird für die Mieter nichts billiger. Provisionen würden künftig auf Mieten aufgeschlagen, mit dem Effekt, das die Mieter ihr Mieterleben lang die Provision zahlen müssen und nicht "nur" 2 Monatsmieten. Nur mehr Wohnraum und bessere gesetzliche Rahmenbedingungen für Vermieter und Investoren schafft mehr Entspannung am Wohnungsmarkt. Wenn die Politik etwas SINNVOLLES tun wollte, würde Sie einen Qualifikations-Nachweis und eine Zulassungs-Beschränkung für neue Makler einführen! Dies fordern seriöse Makler und ihre Verbände schon viele Jahre erfolglos! Warum das so ist? Vielleicht weil es dann das allseits gern missbrauchte Feindbild des bösen, gierigen, faulen, schlecht ausgebildeten Immobilien-Maklers nicht mehr gäbe um von anderen Missständen abzulenken! Aus meiner Makler-Perspektive ist bestenfalls eine Teilung der Provision als gerecht und gerechtfertigt anzusehen, denn beide Parteien, also Mieter und Vermieter profitieren von der Dienstleistung eines gut ausgebildeten Immobilienmaklers.

Sylvia Pieroth - Inhaberin von Pieroth Immobilien & Hausverwaltung e.K. seit 1995 in Obertshausen

Schreiben SIE mir Ihre Meinung zum sogenannten "Bestellerprinzip" - Bitte geben Sie an ob Sie Mieter oder Vermieter oder Makler sind!

1 Kommentare

Mein Kommentar zu "Neues Gesetz: Vertrag muss zwei Wochen vor Notartermin vorliegen"

http://news.immowelt.de/tipps-kaeuferverkaeufer/artikel/1975-neues-gesetz-vertrag-muss-zwei-wochen-vor-notartermin-vorliegen.html   (zum Artikel Link anklicken)

Ich würde mir von den Medien wünschen, dass nicht immerzu nur Halbwissen verbreitet wird, sondern so wichtige Informationen über Gesetzesänderungen auch im Zusammenhang dargestellt werden. Fakt ist, das diese 14 Tage-Frist für die Zusendung von notariellen Immobilien-Verkaufsverträgen an den Käufer (Verbraucher) nur dann einzuhalten ist, wenn der Verkäufer der Immobilie eine juristische Person, also eine Firma, wie z.B. ein Bauträger ist. Diese Frist gilt nicht wenn beide Parteien (Käufer und Verkäufer (Eigentümer der Immobilie) Privatpersonen sind, unabhängig davon, ob vielleicht ein Makler den Verkauf vermittelt hat. Frau Erna Meier darf also weiterhin an Egon Kaiser ihr Häuschen verkaufen, ohne Fristen  für die notarielle Beurkundung einhalten zu müssen. Die Formulierung „Übereilungsschutz beim Immobilienkauf“ ist in Anbetracht der Tatsache, dass Banken heutzutage meistens mehrere Wochen für Ihre Objekt-Prüfung und Finanzierungs-Zusage benötigen ohnehin eine eher amüsante Formulierung. Für "überteuerte Ramsch-Immobilien" erhält man heutzutage dank Basel II ohnehin kein Hypotheken-Darlehn. Diese gut gemeinte Gesetzgebung (seit 2002) kommt sowieso 20 Jahre zu spät und setzt leider wie so oft am völlig falschen Ende an. Der Gesetzgeber sollte lieber mal die Machenschaften der Banken überprüfen, die mit ihren internen Immobilien-Abteilungen Verkäufer unter Druck setzen und Kaufinteressenten dazu "nötigen" im gleichen Haus auch die Immobilienfinanzierung zu zeichnen. Außerdem neigen Bankhäuser ,mit eigenen Immobilien-Verkaufs-Abteilungen, dazu ihren Bankkunden, die eine Finanzierung für eine Immobilie eines anderen Anbieters (Privatperson oder Makler) wünschen, das Objekt schlecht zu machen, die Finanzierung abzulehnen und statt dessen eine Immobilie aus dem eigenen Portfolio anzubieten. Schließlich waren es auch die unseriösen Machenschaften der Banken die in krimineller Vereinigung mit internen und externen Vertriebsgesellschaften die sogenannten Schrottimmobilien unter die Leute gebracht und finanziert haben. Sie waren es die Milliarden Euros anderen Menschen „verbrannt“ und den Immobilienmarkt zum Einstürzen gebracht haben. Kein auch noch so unseriöser Bauträger oder Makler hätte es je geschafft einen Immobilienboom, einen Immobilienkollaps oder einen Bankencrash auszulösen. Es sind nach wie vor die gleichen Institutionen, die, von der Politik und Gesetzgebung völlig unbehelligt, und von den Medien mit falscher oder unvollständiger Berichterstattung unterstützt, weiterhin mit unser aller Sparguthaben und Steuern an der nächsten Wirtschaftskrise basteln! Sylvia Pieroth - Immobilienmaklerin seit 1995, geprüfte Immobilienbewerterin von Wohnimmobilien BVFI, Inhaberin von Pieroth Immobilien & Hausverwaltung e.K. in 63179 Obertshausen

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Letzte Aktualisierung dieser Seite am 19.01.2017